Debian auf der WD MyCloud

Geschrieben am 23.01.2015, zuletzt geändert am 06.12.2019
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Eine Zusammenfassung des Topics Clean debian and OpenMediaVault on WDMyCloud im WD Community Forum mit über 1500 Posts.

Es ist möglich, das (verkrüppelte) Debian der Western Digital MyCloud (Die 1-Bay, keine EX2, keine EX4) wie schon bei der älteren MyBook Live ohne Entnehmen der Festplatte durch ein vollwertiges Debian (wheezy) zu ersetzen. Die UI mit allen Einstellungsmöglichkeiten geht dann verloren, als Ausgleich bekommt man ein sauberes System, auf dem sich dann z.B. OpenMediaVault installieren lässt.

Debian-basierend sind die älteren Western Digital MyBook Live/MyBook Live Duo (800MHz, single core) sowie die 1-Bay MyCloud (1200MHz dual core). Die MyCloud Mirror sowie die MyCloud EX2/EX4 basieren auf einem kastrierten BusyBox, hier ist mehr Basteln angesagt. Übrigens haben MyCloud Mirror und MyCloud EX2 nicht nur die selbe Gussform der Gehäuseteile sondern auch eine identische Firmware, die sich nur im Dateinamen unterscheidet.

Kurz-Zusammenfassung

Das root-Filesystem, der Kernel und die Konfiguration werden ersetzt.

Ausführlich

Zuerst ssh auf der MyCloud aktivieren und testen, Anleitung bei WD. An Dateien benötigt wird der Kernel und das root-Filesystem (Aktuell V3) sowie das Installations-Skript:

Fox_exe hat alle erforderlichen Dateien zum Download: MyCloud Gen1 und Gen2

Diese Anleitung ist eventuell nicht mehr korrekt, bitte im WD-Forum auf Aktualisierungen prüfen.

Die Archive (beide!) nach /Public entpacken, dafür 7Zip verwenden. Folgende Dateien müssen vorhanden sein – das Skript selbst prüft nicht alle Dateien, also Vorsicht:

Für die ganz neugierigen, die Boot-Konfiguration config_md0.img beinhaltet

<pre class="language-bash line-numbers">#!/bin/sh
## Button initial state
btn_status=0
get_button_status
sata 
satapart 0x3008000 5 0x5000
sata stop
# This is customized for each environment variable script
bootargs="console=ttyS0,115200n8, init=/sbin/init"
bootargs="$bootargs root=/dev/md0 raid=autodetect"
bootargs="$bootargs rootfstype=ext3 rw noinitrd debug initcall_debug swapaccount=1 panic=3"
bootargs="$bootargs mac_addr=$eth0.ethaddr"
bootargs="$bootargs model=$model serial=$serial board_test=$board_test btn_status=$btn_status"
bootm /dev/mem.uImage

Per ssh einloggen, das Installer-Skript ausführbar machen und starten. Es empfiehlt sich, das Skript gut durchzulesen und die Letzte Zeile (reboot) auszukommentieren, falls etwas schief geht hat man so unter Umständen noch die Möglichkeit, es manuell zu deb0rken.

<pre class="language-bash line-numbers">cd /DataVolume/shares/Public
chmod +x install.sh
$EDITOR install.sh
./install.sh

Die ssh-Zugangsdaten nach dem Upgrade sind root/mycloud. Nach dem Anpassen von locale und einigen Fixes ist die Debianisierung fertig.

dmesg-Ausgabe unter Debian 7.8/Kernel 3.2.26: dmesg_wd_mycloud_debian7.out

Weitere Anpassungen vornehmen:

<pre class="language-bash line-numbers">chattr -i /etc/apt/sources.list
$EDITOR /etc/apt/sources.list # Debian-Mirror wählen
apt-get update && apt-get upgrade
dpkg-reconfigure tzdata
dpkg-reconfigure locales

Vorkompilierte Binaries für ein Upgrade zu Samba4 und viele weitere Infos sind im Forums-Thread zu lesen.

Der Vorgang im Detail

Das Skript stoppt alle Dienste, trennt die momentan nicht aktive Platte aus dem RAID-Verbund (siehe Platten-Layout weiter unten) und aktualisiert diese, sowie den Kernel und die Konfiguration (so wird die aktualisierte Platte nach dem Reboot aktiv).

Eine Anleitung zum Debricking bzw. zum Herstellen der Original-Software im Fall der Fälle ist auch gleich verfügbar.

Partitions-Layout der Festplatte

Disk-Layout

Das root-Filesystem besteht aus einem md-Raid1 über zwei Partitionen. So wird bei einem "Firmware"-Update eine der Partitionen aktualisiert, dann auf diese Partition umgeschaltet.

<pre class="language-bash line-numbers">WDMyCloud:~# parted
GNU Parted 2.3
Using /dev/sda
Welcome to GNU Parted! Type 'help' to view a list of commands.
(parted) p
Model: ATA WDC WD30EFRX-68E (scsi)
Disk /dev/sda: 3001GB
Sector size (logical/physical): 512B/4096B
Partition Table: gpt

Number  Start   End     Size    File system     Name     Flags
 3      15.7MB  528MB   513MB   linux-swap(v1)  primary         # Swap
 1      528MB   2576MB  2048MB  ext3            primary  raid   # Root-Filesystem
 2      2576MB  4624MB  2048MB  ext3            primary  raid   # Root-Filesystem
 5      4624MB  4724MB  99.6MB                  primary         # Kernel
 6      4724MB  4824MB  101MB                   primary         # Kernel
 7      4824MB  4826MB  1049kB                  primary         # Config/U-Boot Skript
 8      4826MB  4828MB  2097kB                  primary         # Config/U-Boot Skript
 4      4828MB  3001GB  2996GB  ext4            primary         # Daten-Partition

Ein Vollbackup/Image ist bei Mega erhältlich, falls mein Koreanisch noch nicht all zu eingerostet ist (Der Letzte Link enthält die Images für 2TB/3TB/4TB auf pan.baidu.com, ansonsten ein beliebiges verfügbares nehmen, die große vierte(!) Partition löschen und mit ext4-Dateisystem neu anlegen).

Bilder der Innereien

In Asien und bei Nerdbench zum Beispiel.

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